Kirchen

St. Peter und Paul, Beratzhausen

Der spätbarocke Saalbau mit halbrund schließendem Chor wurde 1762 bis 1764 nach den Plänen des Maurermeisters Gotthard Ettel und des Zimmermeisters Peter Eichenseher an Stelle des gotischen Vorgängerbaus neu errichtet. Vom Vorgängerbau blieb nur der Westturm erhalten.

Die Deckenbilder von Otto Gebhard zeigen Szenen aus dem Leben der Kirchenpatrone: Im Langhaus die Kreuzigung des Petrus und die Enthauptung des Paulus, im Chor den Abschied der Apostel. Hoch- und Seitenaltäre wurden von Georg Leonhard Däntl aus Velburg gefertigt, das Altarbild des Hauptaltars von Johann Anwander ist noch aus der Entstehungszeit: Jesus als Guter Hirte übergibt den Hirtenstab an Petrus.

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Maria Hilf, Beratzhausen

An der Stelle der Wallfahrtskirche Maria Hilf stand um 1710 ein Bildstock, der durch eine kleine Kapelle ersetzt wurde. Durch zahlreiche Spenden konnte die Kapelle 1734 erweitert werden, 1742 wurde die Kirche geweiht. Durch einen Blitzschlag brannte die Kirche 1845 teilweise ab, wurde wieder aufgebaut und konnte 1847 neu geweiht werden. Das Gnadenbild am Hochaltar, von Engeln gehalten, ist eine Kopie des Maria-Hilf-Bildes von Lukas Cranach (nach 1537), das im Innsbrucker Dom St. Jakob verehrt wird. An der nördlichen Langhauswand befindet sich der 14 Nothelfer-Altar mit einer figürlichen Darstellung des gegeißelten Heilands. Das Deckengemälde aus dem Jahr 1948 stammt von Hermann Kaspar: im Chor Maria Verkündigung, im Langhaus Maria als Mittlerin der Gnaden.

Während den Sommermonaten findet jeden Freitag um 8 Uhr eine Frühmesse statt.  Zahlreiche Brautpaare schließen jedes Jahr vor der Gottesmutter das Sakrament der Ehe.

Die Maria Hilf Kirche kann täglich von 9 bis 17 Uhr besucht werden.

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St. Thekla, Mausheim

Das Mausheimer Gotteshaus wurde im Jahr 1750 erbaut, ins Auge fallen der eingezogene, halbrunde, geschlossene Chor und der verschindelte Giebelreiter mit Zeltdach. Das Deckenfresko stammt aus der Erbauungszeit, das Altarbild zeigt die Hauptpatronin der Kirche, die Heilige Thekla. Die letzte Renovierung war im Jahr 2013.

St. Andreas, Schwarzenthonhausen

Auf einer romanischen Chorturmanlage aus dem 13. Jahrhundert basiert die Filialkirche St. Andreas, die Ende des 17. Jahrhunderts in die heutige Gestalt umgebaut wurde. Ins Auge fällt der Chorturm mit dem Achteckaufsatz und verschindeltem Spitzhelm. Auf dem Hochaltar steht eine Figur des Heiligen Andreas.

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St. Katharina, Hardt

Der Ursprung der Kirche liegt im 14. Jahrhundert, wohl unter Verwendung eines romanischen Chorturms. Der barocke Umbau erfolgte um 1700. Den Turm deckt ein Zeltdach, das Altarbild zeigt die 17 Nothelfer und stammt aus der Zeit um 1700. Die von dem Münchner Künstler Franz Krombach geschaffenen Altarbilder stammen aus dem Jahr 1880.

St. Martin, Oberpfraundorf

Oberpfraundorf, kath. Pfarrkirche St. Martin. Im Kern romanische Anlage, wohl 3. Viertel 12. Jh.;
Chorpartie ungewöhnlich aufwändig gestaltet.

Im 18. Jh. barocke Umgestaltung. 1743 das Kirchenschiff nach Westen verlängert. Fenster vergrößert. Einbau einer Empore im Westen (um 1925 nach Osten erweitert). Ausstattung im wesentlichen Anfang bzw. 2. Hälfte 20. Jh.. Fresken um 1930; am Gewölbe Vita und Verklärung des hl. Martin, über dem Chorbogen Engelssturz. Am Hochaltar Altarblatt mit dem Tod des Kirchenpatrons flankiert von den Figuren der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Links neben dem Altar, in der Wand eingelassen, Taufstein, 16. Jh., Kuppa ungewöhnlich gerippt. Am Aufgang zur Empore, Epitaph für den prot. Pfarrer Leonhard Mayer (gest. 1571) und seine Frau Margarethe, Brustbild Christus mit Kreuz, im Stil Eichstätter Schule.

Nebenkirche St. Jakobus, Unterpfraundorf

Die Kirche ist dem Hl. Jakobus dem Älteren geweiht. Erbaut wurde die Kirche 1683. Vorher stand dort eine Kapelle, um die der Friedhof lag. Im Jahr 1999/2000 wurde die Kirche innen und außen renoviert. Eigentümerin ist die Kirchenstiftung Oberpfraundorf.

Nebenkirche St. Helena, Schrotzhofen

Die Kirche wurde um 1200 erbaut und später im Barockstil umgebaut. Erwähnenswert ist an der Predella eine Holzgruppe: „Christus im Kreis der zwölf Apostel, anfangs des 16. Jahrhunderts“. Eigentümerin der Kirche ist die Marktgemeinde Beratzhausen.

Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, Rechberg

Die Kirche wird urkundlich erwähnt um 1441 und dabei als „alter Bau“ bezeichnet. 1716 und 1743 folgten größere Umbauten und Erweiterungen. Die Wallfahrt besteht bereits seit Jahrhunderten. Zum Patrozinium am 2. Juli kommen Wallfahrer aus Beratzhausen, Kallmünz, Hohenfels und Lupburg. Erwähnenswert ist die historische Wilhelm Hepp-Orgel aus dem Jahre 1823. Mit der Restaurierung der Orgel im Jahr 2009 wurde das bedeutende Kunstwerk für die nächsten Generationen erhalten und wieder erlebbar gemacht.